An den Stränden Kenias kennt man sie als Sugarmamas: Europäische Frauen, denen junge schwarze Beachboys Liebesdienste bieten, um so ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Teresa, 50-jährige Wienerin und Mutter einer pubertierenden Tochter, reist als Sextouristin in das Urlaubsparadies, um die Liebe zu finden. Sie wechselt von einem Beachboy zum nächsten, von einer Enttäuschung zur anderen. Die Liebe am Strand von Kenia ist ein Geschäft.

„PARADIES: Liebe“ erzählt bildmächtig, bewegend und immer wieder komödiantisch von Sextourismus, von älteren Frauen und jungen Männern, vom Marktwert der Sexualität, von der Macht der Hautfarbe, von Europa und Afrika und von Ausgebeuteten, denen nichts übrig bleibt als andere Ausgebeutete auszubeuten.

Ulrich Seidls Film ist Auftakt zu einer Trilogie, die von drei Frauen einer Familie erzählt, die jede für sich ihren Urlaub verbringt: als Sextouristin, als missionierende Katholikin („PARADIES: Glaube“) und als Teenager in einem Diätcamp („PARADIES: Hoffnung“). Drei Filme, drei Frauen, drei Sehnsuchtsgeschichten.

Texte zum Film

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Zwei österreichische Filme im Rennen um Oscars

vom 17. December 2013

289 Filme sind im Rennen für den besten Film bei der Verleihung der Oscars am 2. März 2014. Das gab die Oscar-Akademie am Montagabend (Ortszeit) in Los Angeles bekannt. Auf der sogenannten "Reminder List" befinden sich neben dem Niki-Lauda-Film und Oscar-Favoriten "Rush" auch die österreichischen Filme "Die Wand" von Julian Roman Pölsler und "Paradies: Liebe" von Ulrich Seidl.